Dienstag, 29. Mai 2007

Verloren, gefunden und vergessen!


Hey, habt ihr euch jemals darüber gewundert, was ich habe und ihr nicht? Was veranlaßt mich Ski zu fahren und dies zu schreiben und Euch nicht? Also, wenn ihr es nicht wißt, werdet ihr die Antwort schon bekommen. Ich bin vergeßlich, das ist alles. Ich tendiere dazu, das zu vergessen, was ich bei meiner letzten Reise gelernt habe, und deshalb gehe ich auf die nächste Reise. Oder in anderen Worten, ich habe vergessen, wie schön es war, und so verreise ich nochmal. Ich vergesse aber auch andere Dinge.

Auf Expeditionen muß man versuchen, mit seinen Sachen sorgsam umzugehen, gerade genug, aber nicht zu wenig. Aber ich möchte immer etwas loswerden, zum Beispiel meine Handschuhe. Als ich in südliche Richtung Ski fuhr, kam Lucas vor mich und fragte mich, was dieses schwarze Ding hinter mir sei. Hundekot antwortete ich, aber besser hätte ich es genauer untersucht. Zwei Minuten später hatte ich meine Handschuhe zurück!

Eine Woche später: Ich wollte meine Mütze schnappen, weil es kälter wurde. Keine Mütze, aber meine Annoraktasche ist weit offen. Schließlich erinnere ich mich, daß ich sie vor einer Stunde noch hatte. Das Ergebnis? André und ich gehen auf Suchtour. Nach 2 Stunden erreichen wir wieder das Team. Die Mütze wurde gefunden in einem guten Zustand, nachdem einige Skier und Pulkas darübergefahren waren. Mittlerweile habe ich meine Handschuhe ganz verloren. Darum sollen sich dann die Glaziologen und Archeologen in einigen Jahrhunderten kümmern.

Meine Kamera fiel aus meinem Rucksack, was eine weitere Suchrunde mit André und mir bedeutete. Das Beste letzte Woche, Mittagspause. Normalerweise bedeutet das, daß ich mein Lunchpaket aus der rechten Jackentasche hole. Diesmal nicht! Habe weder ein Jacke an, noch ist eine in der Pulka. Mal wieder, der gute alte Ulli erinnert sich, daß er die Jacke auf diese Reise mitgenommen hatte. Das bedeutet wieder 2 Stunden Suche. Ich liebe die Reisen, wo man die Dinge doppelt sieht!

Ulli

Die 10 am meisten vermissten Dinge

Erwartet ihr ein Gedicht? Oder vielleicht eine philosophische Überlegung darüber, was es bedeutet eine Tour über den größten Gletscher von Svalbard zu machen? Vergesst es! Vielleicht ist mir das endlose Skifahren in der Motorschlittenspur zu eintönig, oder vielleicht möchte Euch einfach mit ein paar netten Gedanken zum lachen bringen, und was wäre da nicht passender, als Euch mit einer Liste der 10 besten kleinen Dinge, die ich auf dieser Reise vermisse, zu beglücken:

10) Frischer Käse, Pommes mit Mayo; es wäre eine große Lüge, zu behaupten, daß ich gutes Essen mit vozugsweise gutem ( tschechischem ) Bier nicht vermissen würde.
9) After Sun Lotion: man bekommt leicht Sonnenbrand bei dem 24-stündigen Licht, wenn man in Boxershorts skifährt so wie ich, aber wo ist die Apotheke, wenn man eine braucht?
8) Einen Stuhl: Man kann es kaum glauben, wie schön es ist, sich hinzusetzen, sich zurückzulehnen und die Aussicht zu genießen. Auf die nächste Tour nehme ich mir einen Stuhl mit!
7) Eine gute Bücherei: Nachdem ich 2 Monate Stephan Gay Gould´s "Natural History essays" gelesen habe, beginnen meine Augen zu rollen, wenn ich die Worte "Darwin" oder "Evolution" noch einmal sehe, soll ich noch was sagen?
6) Farben: Lucas´s leuchtend grüne Hosen, 20 verschiedene Schattierungen von weiß, und das Rot von Ulli´s Daunenjacke,lassen einen nach einer bunteren Welt dürsten.
5) Ein elektrischer Kocher (mit Diesel Generator): Wenn ich meine Abende damit verbringen könnte, darüber nachzudenken, wie die Welt zu retten wäre, anstatt den Schnee zu schmelzen, unsere Probleme wären doppelt gelöst, und der Ton, den ein Wasserkessel macht ist so elegant.
4) "Jakutsi" (türkisches Bad). Duschen ist langweilig, aber ein "Jakutsi", um die Muskeln zu lockern und den Körper zu wärmen, der Himmel sollte uns das schicken.
3)Ein Oxford Dictionary: Bei unserer bunten Truppe ist es oft schwierig zu entscheiden, welche Worte es wirklich gibt und welche nicht. Man könnte immer noch ein Lagerfeuer machen, wenn es zu schwer würde.
2) Etwas anderes, als Müsli zum Frühstück. Wie liebevoll auch immer das Müsli morgens zubereitet wird, auch, wenn man wohlig im Schlafsack liegt (Danke Lucas und Ulli) ist es immer noch Müsli seit dem 56. Tag in Folge.....
1) Innebandy (auch bekannt als "Unihoc" oder "floorball"): ganz zuletzt, alle, die mich gut kennen, werden verstehen, daß es für mich eine Tortour ist, ohne Plastikstock und ohne Ball eine solch lange Zeit auszukommen.

Habt eine gute Zeit, schätzt die lange Liste der von mir benötigten Dinge, und ich werde mich bemühen, mich an den Dingen zu erfreuen, die ich vermissen werde, wenn ich wieder daheim bin, wie Schnee, Müsli, und eine spirituelle Verbindung mit der Natur!

Bis demnächst

Kim

Montag, 28. Mai 2007

Soweit so gut!

(der Blog über das, welche Veränderungen wir erlebt haben, und
noch etwas mehr)
Es gab Blogs über "White outs", über die großen Geschäfte und die weibliche Periode, poetische Blogs über die Mitternachtssonne, Fragen sind gestellt worden und sogar André hat es geschafft, seine Stimme zu Gehör zu bringen. Der heutige Blog ist ein Versuch, etwas weniger poetisch zu sein, und wir bemühen uns, euch zu erläutern, was wir bis jetzt erfahren haben.
Zu Beginn, als es noch sehr kalt war, haben wir unser Leben in Daunenjacken und mit Gesichtsmasken verbracht. Damals haben wir von warmem Wetter geträumt, das wir im Mai haben würden. Langsam schraubten sich die Temperaturen herunter mit der üblichen Stochastik, die mildes Wetter und warmer Wind im mittleren Winter erzeugt. Jetzt, wo wir bald Anfang Juni haben, ist das Wetter tatsächlich weniger kalt, aber die Luft ist eher feucht und der Luxus einer Daunenjacke ist von Zeit zu Zeit eine Erleichterung [...].
Wir haben Elfenbein-Möven gesehen, wegen denen ein norwegisches Polarinstitut ausgezogen ist, um sie zu finden. Der Frühling ist in der Arktis angekommen. Sowohl Robben als auch Eisbären haben es sich gemütlich gemacht, und an einigen Tagen, wenn die Sonne scheint, fahren wir nur im T-shirt und in langen Leggins Ski. Um uns herum hat sich die Landschaft sehr verändert und wir haben alpine Regionen durchquert mit hohen und schroffen Bergen, massive Gletscherfronten, die in den Ozean abbrechen, und Fjorde mit ihrem speziellen Gefühl von Einfachheit.
Aber wir haben auch mit Veränderungen innerhalb unserer kleinen Gruppe experimentiert. Wir hatten Diskussionen und Mißverständnisse, wir haben Zeltpartner ausgewechselt und wir mußten damit zurechtkommen, untereinander eher genervt zu sein. Etwas anderes zu sagen würde bedeuten, zu lügen. Wie auch immer, als wir unseren nördlichsten Punkt auf dieser Reise passiert hatten, hatte ich das Gefühl, daß wir alle unsere eigene Art gefunden haben, die Reise zu genießen. Eher individuell als als Gruppe.
Wir haben nun unsere Ski heimwärts gedreht und wir können den heimatlichen Geruch fühlen. Noch mehr Veränderungen werden kommen. Der Frühling wird in den Sommer übergehen und Ski und Stöcke werden ersetzt durch Rucksäcke und Wanderschuhe, bevor wir schließlich in weniger als 3 Wochen Longyearbyen erreichen werden.

Mats

Svalbard Skiing Scientific Expedition hat Durchquerung geschafft


Am 24.Mai 2007 um 21 Uhr Ortszeit haben die fünf Mitglieder der SSSE (Svalbard Skiing Scientific Expedition) den nördlichsten Punkt von Spitzbergen - Verlegenhuken - erreicht! Die Gruppe erreichte den Punkt genau 8 Wochen, nachdem sie die Hauptstadt der Insel - Longyearbyen - Ende März verlassen haben. Unserer Kenntnis zufolge ist dies die erste Svalbard Längsdurchquerung in diesem Jahr und wahrscheinlich die erste Durchquerung durch eine solch internationalen Gruppe überhaupt.
Das Team bestehend aus dem Tschechen Kim Senger, dem Franzosen Lucas Girard, dem Schweden Mats Bjorkman und den Deutschen Ulli Neumann und Hella Garny war nicht das Erste, das Spitzbergen´s Nordkap heute erreichte. Frische Eisbärenspuren führten an der Küste entlang bis zum nördlichsten Punkt. Die Expedition wird noch ca. 3 Wochen dauern, bis das Team Longyearbyen Mitte Juni erreichen wird.

Frozen Five

Anmerkung von der Unterstützungsgruppe: Um den nördlichsten Punkt zu erreichen brauchte es 56 Tage und 760km seit dem Start der Expedition. Die Reise von dem südlichsten zum nördlichsten Punkt war 470 km lang und die Gruppe benötigte 32 Tage (incl. 5 Ruhetage). Weiter Informationen unter "Daily Progress" bei www.frozenfive.org.

Mittwoch, 23. Mai 2007

Tagebuch eines Hundes


Hier bin ich: ein Grönlandhund (http://www.frbeiger.com/bredd-dogsledding.html) auf einem Ausflug. Schaut so aus, als ob es ein langer werden wird, aber keiner sagt mir genau wie lange wir in der Wildnis sein werden. Aber schon das Wort "Expedition" scheint mir sehr lang zu sein, und ein langes Wort bedeutet eine lange Tour, vermute ich. Eine "Expedition"! Bah, alles, was diese Typen machen ist Zeitlupenskifahren. Wenn es nach mir und nach meinen Hunde-Freunden ginge, wären wir schon längst am Nordpol und wieder zurück.

Den ganzen Tag muß ich diese schwere Pulka ziehen, die jemand zu allem Überfluß noch "Fiffi" getauft hat! Noch dazu schafft es dieser Typ, der sich Ulli nennt und vorgibt auch diese Pulka zu ziehen, mit seinen Beinen und Stöcken die ganze Zeit meinen freien Blick nach vorn zu versperren. Und wenn ich einmal Ausblick nach vorn haben will (und etwas seitlich ausschere) schreit er immer gleich: "Zurück zu mir!" und ich muß wieder zurück in seine Spur.

Nur gut, daß dieses nette Mädel mit dabei ist. Wenigstens eine, die mit mir knuddelt. Naja, die anderen tun es auch von Zeit zu Zeit. Wenn sie nur alle dieselbe Sprache sprechen würden! Oder glauben die etwa ich wäre ein Diplomat und spräche alle Sprachen der Welt?

Aber es gibt auch ein paar gute Dinge: Zweimal am Tag was zu fressen, und kleine Snacks wann immer ich einige übriggebliebene Krümel im Schnee finde. Einmal habe ich sogar einen ganzen Swebar gefunden, mmmmmmhhhhhhhhhh, pure energy for everybody! Es hat mich allerdings etwas gewundert, daß die anderen nicht so glücklich darüber waren. Es ist so wie neulich, als sie mich dazu bringen wollten, den Eisbären anzubellen, bei Vagabond. Aber alle anderen Hunde bellten ja schon, also hab ich mir nicht die Mühe gemacht... Natürlich, wenn so ein Eisbär MEIN Essen mopsen wollte, da würde ich schon bellen, und wie! Aber ansonsten? Ich bin doch kein Kläffer!

Vor ein paar Tagen hatte ich unbeschreibliches Glück, ich fühlte mich wie im 7. Himmel. Ich hatte eine Robbe zum Abendessen. Der nette Bursche in Austfjordneset gab mir Robbenfleisch, das Beste überhaupt: einen Robbenkopf!

Jetzt muß ich aber weiter, dort vorn sehe ich einen Stein der ein bißchen aus dem Schnee herausschaut, den muß ich unbedingt markieren! Selbst wenn dieser Ulli schon wieder dagegen sein wird, weil ich die Pulka in die falsche Richtung ziehe. Wäre viel leichter, wenn er gleich zu dem Stein gegangen wäre!

Servus,
André

Montag, 21. Mai 2007

Meine Familie in der Arktis.


Ich versuche meine Gedanken zu sammeln, um ein Thema für den Block zu finden, aber es ist etwas schwierig, nachdem wir sieben Stunden gegen die Schwerkraft angekämpft und die Pulka bergauf gezogen haben! Also, ich könnte über die schöne Landschaft schreiben, über den Fjord, den wir gerade entlang gegangen sind, oder über die zahlreichen Eisbären, die wir in dieser Gegend angetroffen haben, oder nochmal über die Farben der Robben in der Mitternachtssonne, oder ich könnte über unseren letzten Besuch bei dem ortsansässigen Trapper berichten, aber mit verlaub, alle diese Themen sind eher langweilig! Ich werde über etwas für mich Wichtigeres schreiben und Euch einige Geschichten über die fünf Lebewesen berichten, mit denen ich jetzt die letzten 50 Tage verbracht habe.

"Ladies first", laßt mich mit Hella beginnen. Sie beeindruckt mich wirklich mit ihrem Mut und ihrer Zielstrebigkeit. Sie ist wirklich perfekt die Frau in unserer Gruppe und sie hat den Mut, den poetischen Geist, der in dem Blog überhand nimmt, zu durchbrechen, und über unseren Alltag mit seinen körperlichen Bedürfnissen zu berichten. Aber sie hat 40 Tage gebraucht um die richtige Größe für ihre Teleskopstöcke herauszufinden...

Mats, unser Outdoorexperte, verliert niemals seine Ruhe und Gelassenheit, wie schlecht auch immer die Situation sein mag. Ich werde nie den Abend vergessen, Anfang April bei minus 30 Grad. Ich bin in meinen Schlafsack geschlüpft und habe gebetet, daß ich am nächsten Morgen lebendig aufwache, während Mats unbekümmert und laut ein Kapitel aus seinem Buch vorgelesen hat

Nun über Kim: Autor, Poet, Schriftsteller und Chefredakteur von unserem Expeditionsfilm. Kim ist der Kopf unserer Gruppe. Während der ganzen Zeit, die er auf seinen Ski verbringt, plant er voraus und sammelt Ideen was er als nächstes tun wird! Sein Schwachpunkt: aufwachen! Morgens schaut er während einer Stunde vollständig betäubt aus und kann nicht mehr als ein Wort aufeinmal sprechen!

Ulli ist unser Clown. Er hat für jede Situation ein lustiges Wort. Er ist auch wirklich ein Akrobat. Er hat einen großen Unfall überstanden, als seine Pulka in voller Geschwindigkeit über ihn hinweggerast ist. Meistens hat Ulli eine außergewöhnliche Energie, aber wenn er erschöpft ist, ist er es wirklich. An manchen Abenden ist er so müde, daß wir ihn mit dem Löffel füttern müssen.

Zum Schluß zu, André, unser Hund, der ein vollständiges Mitglied unserer Gruppe ist. Er ist immer in guter Stimmung, und seitdem Staffan (der Trapper von Austfjord) ihm einen Robbenschädel zu fressen gegeben hat ist er voller Energie. André´s größtes Problem ist es, sich an die 24-stündige Helligkeit zu gewöhnen. Sobald wir aufhören Ski zu laufen, legt er sich schlafen. Wir fragen uns, was er macht, wenn wir schlafen!

Eine Frage an Alle, die ihr meine Gefährten besser kennt als ich :meint ihr, sie benehmen sich normal?

Unsere kleine Gemeinschaft kommt ganz gut zurecht. Ab und zu gibt es etwas Streß und Krach. Im Allgemeinen geht schlechte Stimmung einher mit grauem Wetter und Müdigkeit. Gruppenentscheidungen sind nicht einfach zu treffen, und man muß flexibel sein, um eine Übereinkunft mit den Anderen zu treffen. Abschließend betrachtet liegt die wirkliche Schwierigkeit und Herausforderung bei unserer Expedition darin, alle zusammen zu bringen! Die körperliche Herausforderung ist nur sekundär.....

Lucas

Freitag, 18. Mai 2007

Dinge, über die sich alle wundern, aber über die niemand spricht!

Der Sommer hat begonnen! Die Daunenjacke wird durch ein T-shirt ersetzt, der Schnee schmilzt und heute haben wir die ersten Spuren von Vegetation entdeckt! Gerade eben lag ich in einem Streifen Gras in der Sonne ganz in der Nähe von "Austvotnhytta" in "Wijdefjorden", der ersten Hütte, die wir auf unserer Tour bewohnt haben. Und was für ein schönes Gefühl das ist, den Sommerwind zu fühlen und zu riechen, und auch wenn es sich für die meisten von Euch wie früher Frühling anfühlt, für mich fühlt es sich an wie tropischer Sommer!

Ganz nah bei der Hütte ist ein winziger geschmolzener Bach, das erste flüssige Wasser, das wir seit 1 1/2 Monaten gefunden haben. Und auch der Teil unseres Lebens hier draußen, der weniger schön und auch der härteste Teil des Tages ist, wird sehr viel leichter: ja, ich spreche über das "große Geschäft" um es in schöne Worte zu fassen.
So ungewöhnlich und sozial verpönt es ist darüber in der Zivilisation zu sprechen, so normal ist es hier. Schließlich ist es nur eine natürliche Körperfunktion, und wenn man so nah beisammen ist wie wir für 24 Stunden am Tag, beginnt man die Pein und die Erleichterung der täglichen Toilettenexpedition zu teilen. Aber solange es schön warm und sonnig ist wie jetzt, ist es wirklich besser als die Toilette zu hause: man schnappt sich seine Tüte mit Toilettenpapier, eine für das neue und eine fürs benutzte - (wir verbrennen das benutzte Toilettenpapier), und sucht sich einen ruhigen Platz in einem gewissen Abstand von unserem Lager: der Abstand kann variieren zwischen 50 Metern bis hinunter zu 2 Metern, abhängig von dem Bedürfnis nach Privatsphäre und von der Dringlichkeit.
Aber wenn das Wetter weniger komfortabel ist, ist es ein ganz schöner Aufwand ein Loch zu graben und einen Windschutz zu bauen, um sich vom Schneetreiben zu schützen, und das Toilettenpapier kann in sekundenschnelle davonfliegen.

Während ich von dem "großen Geschäft" rede, möchte ich eine Antwort auf die Frage stellen, die mir als einzige weibliche Teilnehmerin immer wieder gestellt wurde: wie gehst Du mit deiner Periode um? Also ich kann sagen, es ist überhaupt keine große Angelegenheit, du machst einfach dasselbe wie zuhause, und der weibliche "Abfall" wird mit dem Toilettenpapier verbrannt!
Und was ist mit schlechter Stimmung? Keine Medizin ist da besser, als sich zu bewegen und die Pulka durch den tiefen Schnee einen steilen Abhang herauf zu ziehen, ich kann es nur empfehlen!
Oh ja und wenn ich schonmal dabei bin, werde ich die zweite Frage beantworten, die mir gestellt wurde, wie ich mit den "duftenden" Jungs auskomme. Sicher, sie stinken, sie tragen die gleichen Kleider seit 47 Tagen, sie duschen nicht.... gerade so wie ich und es ist ein Vergnügen!

Hella